Immer wieder riss es die Fans in der ausverkauften „Hölle Ost“ beim 80:82 gegen Grevenbroich von ihren Sitzen

1.100 Zuschauer in der restlos ausverkauften „Hölle Ost“, eine Gänsehaut-Stimmung über 40 Minuten, immer wieder Standing Ovations der frenetisch anfeuernden Fans. Es war ein denkwürdiger Basketball-Abend am Samstagabend in der Halle Ost, zu dem nur das Happy End fehlte. Nach einem dramatischen Duell mussten sich die AOK Ballers Ibbenbüren dem Spitzenreiter der Regionalliga West, den Elephants Grevenbroich, mit 80:82 geschlagen geben.

Personal: Nach einer langen individuellen Aufwärmphase gab Center Benjamin Fumey sein Okay, auch Phil Lennartz kehrte nach überstandener Virusinfektion ins Aufgebot zurück.

Spielverlauf: Von der ersten Minute an lieferten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch auf allerhöchstem Niveau. Jeder Korb der Gastgeber wurde frenetisch bejubelt, die TVI-Fans trugen ihr Team zu einer 45:38-Pausenführung. Auch nach dem Seitenwechsel agierten die Ibbenbürener auf einem Top-Level, führten Mitte des dritten Viertels mit 58:46. Als US-Boy Denzel Johnson (22) einen Buzzer-Beater zum 68:58 mit der Schlusssirene des Viertels verwandelte, stand die „Hölle Ost“ Kopf. Im letzten Viertel spielten die Elephants dann ihre individuelle Klasse aus. Vor allem beim Offensiv-Rebound waren die Delpeche-Zwillinge nicht mehr zu stoppen, zudem trafen sie auch ungewohnte Würfe aus der Distanz. Aus einem 73:78-Rückstand machte der Tabellenführer eine 82:78-Führung. Dann wurde es dramatisch. Benny Fumey verkürzte auf 80:82, die Gäste leisteten sich einen unnötigen Ballverlust. Der TVI hatte den letzten Angriff. Denzel Johnson auf Benny Fumey, der weiter auf Omar Zemhoute, der letzte Dreier flog, doch er fand sein Ziel nicht. Das traurige Ende eines denkwürdigen Abends.

Das sagt Coach Marc Pohlmann: „Leider gehen mir für diese Fans und die geile Stimmung die Superlativen aus! Ibbenbüren hat der gesamten Liga gezeigt, dass es nur EINE wahre Hölle gibt! Danke hierfür! Leider kann Basketball manchmal sehr brutal sein. Wir haben dennoch ein klasse Spiel gegen den Tabellenführer gezeigt und toll gekämpft! Schade, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, aber wir mussten uns der individuellen Klasse geschlagen geben.“

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Das ist genau der Abend für den sich alle Arbeit lohnt. Geiles Spiel vor einer Traumkulisse. Erstmals ausverkauft. 1.100 Fans haben die Halle zur Hölle werden lassen. Glückwunsch nach Grevenbroich. Danke an die besten Fans der Liga. Wir kommen zurück!“

AOK Ballers: Johnson (22), Post (9), del Hoyo (24), Zemhoute (3), Lennartz (0), Freimuth (dnp), Avermann (0), Patte (0), Fumey (15), Nienaber (0), Dolkemeyer (7), Ossowski (dnp)